
Jugendfeuerwehr gewinnt souverän
In der Sitzung des Ausschusses für Soziales und öffentliche Sicherheit am Dienstagabend haben die Ausschussmitglieder einen Jahresbericht unserer Freiwilligen Feuerwehr erhalten. Neben 100
Einsätzen wurde auch deutlich, dass die zahlreichen Lehrgänge, die die Kameradinnen und Kameraden besuchen, nicht nur ein Beweis für die hohe Motivation ist, sondern auch für die
Professionalität, mit der unsere Feuerwehr unterwegs ist. Ganz nebenbei leistet die Feuerwehr auch noch eine sehr wertvolle Jugendarbeit, wie sich weiter unten zeigt.
Neben der Feuerwehr gab es aber auch noch einen Überblick über die Flüchtlingssituation. Insgesamt hat sich die Unterbringungssituation etwas entspannt. Nicht bestätigt hat sich die anfängliche
Erwartung, dass nach dem Fall des Assad-Regimes zahlreiche Syrer wieder in ihre Heimat zurückkehren. Angesichts der aktuellen Situation in Syrien gehe ich sogar davon aus, dass die Zahl der
syrischen Flüchtlinge eher zunehmen wird. Die Meldungen von dort verheißen nämlich nichts Gutes.
Auch einen Bericht zur Situation der Kindergärten haben die Ausschussmitglieder erhalten. Die Plätze für Kinder unter drei Jahre können nicht komplett gedeckt werden. Eine Betreuung über
Tagesmütter kann aber sichergestellt werden. Für Kinder über drei Jahre ist ausreichend Platz vorhanden, wenngleich natürlich nicht immer der Wunschkindergarten eine Zusage geben kann. Insgesamt
ist die Situation in Bezug auf die Kindergartenplätze in Schieder-Schwalenberg aber entspannt. Nicht entspannt ist dagegen die finanzielle Situation. Die Zuweisungen, die die Kindergartenträger
bekommen, sind nicht auskömmlich, auch wenn es hier mittlerweile eine Erhöhung gab.
Am Donnerstag ertönten mal wieder die Sirenen im Stadtgebiet. Mit dem Warntag, der seit einiger Zeit mindestens einmal im Jahr durchgeführt wird, soll nicht nur die Technik getestet werden, sondern auch das Wissen um die Bedeutung der Alarmierung. Dieses Wissen ist nämlich verloren gegangen, nachdem es angesagt war, auf die Sirenenalarmierung im Katastrophenfall zu verzichten und komplett auf Warn-Apps zu setzen. Es hat sich aber herausgestellt, dass dies der falsche Weg war, zumal die Alarmierung über Apps nicht zuverlässig ist. Jetzt wird wieder viel Geld für Sirenenanlagen ausgegeben. Aktuell wird im Katastrophenfall also wieder über Sirenen alarmiert, dafür aber nicht mehr die Feuerwehr. Bei dem Probealarm hatte sich übrigens herausgestellt, dass die Sirene in Lothe defekt war. Sie machte zwar interessante Geräusche, aber nicht die richtigen. Einige Mitteilungen hatten mich dazu erreicht. Bereits am Freitagmorgen wurde der Defekt behoben.
Manche Termine sind nicht so erfreulich. So fand am Samstag die Trauerfeier für den verstorbenen Bürgermeisterkollegen aus Extertal statt. Mich hatte die Nachricht von seinem Tod ziemlich
getroffen. Auch wenn ich politisch mit ihm nicht immer einer Meinung war, bin ich menschlich sehr gut mit ihm klargekommen. Er war geradeheraus, unkonventionell, verlässlich und hatte das Herz am
rechten Fleck.
Abends dagegen wurde gefeiert auf dem Bürgersaal, denn die Feuerwehr hatte zum Feuerwehrfest eingeladen. So eng liegen Freund und Leid zusammen.
Richtig stolz können wir auf unsere Jugendfeuerwehr sein. Jedes Jahr verleihen wir den Westenergie Klimaschutzpreis in Schieder-Schwalenberg und in diesem Jahr hatte die Jugendgruppe Lothe den Preis bekommen. Mit dieser Auszeichnung ging es dann eine Runde weiter. Die besten Drei aus mehr als sechshundert Bewerbungen hatten die Chance, auch als Klimaschutzheld ausgezeichnet zu werden und die Gruppe Lothe hat mit übergroßem Abstand gewonnen. Hier zeigt sich nicht nur die gute Jugendarbeit der Jugendwarte unserer Feuerwehr, sondern auch, dass unsere Jugend einfach klasse ist. Sie ist motiviert, kreativ und sie hat den richtigen inneren Kompass. Deren Aktivitäten heben sich wohltuend von dem allgemeinen Gemecker zahlreicher Erwachsener ab. Vor allem haben unsere Jugendlichen nicht das Anspruchsdenken, dass andere alles machen sollen. Sie wissen, dass man nicht nach anderen rufen sollte, wenn man es selbst machen kann. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg!